Handyrechnung · Österreich
Mit Magenta im Casino bezahlen: Mobile Payment unter Kontrolle halten
Bei Magenta läuft die Handyzahlung unter dem Namen „Mobile Payment“. T-Mobile Austria rechnet damit Käufe bei Drittanbietern über die Mobilfunkrechnung oder das Wertkartenguthaben ab. Die Nutzungsbedingungen erwähnen Glücksspiel ausdrücklich: Solche Dienste sind Personen über 18 Jahren und dem eigenen privaten Gebrauch vorbehalten.
Diese Seite zeigt, wo bei Magenta die Grenzen liegen und wer sie setzt. Sie erklärt, wie Sie Drittanbieterdienste sperren und warum Sie ohne Sperre für jede Abbuchung über Ihren Anschluss haften. Dazu kommen Reklamationen, der Weg Ihrer Gewinne und die Rechtslage bei Casinos mit ausländischer Lizenz.
Casinos mit Magenta-Zahlung in unserer Liste
In unserer Liste stehen Casinos, die Spieler aus Österreich annehmen und eine Einzahlung über die Mobilfunkrechnung anbieten. Ob die Methode für Ihren Magenta-Anschluss in der Kasse erscheint, hängt vom Casino und seinem Zahlungsdienstleister ab. Bei der Reihenfolge zählen Einzahlungslimits im Spielerkonto, Selbstsperre und klar genannte Auszahlungswege mehr als jeder Bonus.
Jede Karte nennt die Behörde, die die Lizenz des Betreibers ausgestellt hat. Eine österreichische Konzession hat keiner dieser Anbieter. Was das für Strafbarkeit und Rückforderung bedeutet, erklärt der Abschnitt zur Rechtslage.
Zahlungsmethoden
- Payforit
Was Mobile Payment abrechnet
T-Mobile Austria fasst unter „Dienste von Drittanbietern“ drei Arten von Leistungen zusammen. Alle drei laufen über dieselbe Rechnung, und eine Sperre kann alle drei betreffen.
- Servicerufnummern 08xx — Beispiel laut Magenta: Anrufe und SMS mit geregelter Obergrenze · Grenze laut Magenta: höchstens 0,20 € pro Minute oder Event
- frei kalkulierbare Mehrwertdienste — Beispiel laut Magenta: 090x- und 093x-Nummern, Tele-Voting, Gewinnspiele · Grenze laut Magenta: in den Bedingungen nicht beziffert
- Mobile Payment — Beispiel laut Magenta: Apps, In-App-Käufe, Streaming, Abos, Tickets, Spenden · Grenze laut Magenta: Höchstbeträge möglich, Details über Hotline
Die zweite Zeile betrifft Spiele über Sonderrufnummern. Wer per Anruf oder SMS an ein Gewinnspiel teilnimmt, zahlt über einen frei kalkulierbaren Mehrwertdienst. Das Finanzministerium stellt klar, dass auch die entgeltliche Teilnahme über Mehrwertnummern und Mehrwert-SMS als Einsatz im Sinn des Glücksspielrechts gilt.
Für Casinoeinzahlungen zählt die dritte Zeile. Magenta beschreibt die Zahlungsfunktion als Ausführung von Zahlungsvorgängen für den Erwerb digitaler Inhalte Dritter, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Der Vertrag über die gekaufte Leistung entsteht mit dem Drittanbieter, nicht mit Magenta.
Technisch wickelt ein Zahlungsdienstleister die Zahlung zwischen Casino und Netz ab. DIMOCO etwa, ein Zahlungsinstitut unter Aufsicht der Finanzmarktaufsicht, beschreibt sein Modell als direkte Verträge mit den Mobilfunkbetreibern und bietet Direct Carrier Billing für lizenzierte Glücksspielanbieter in Europa an.
Wer bezahlen darf
Für Glücksspiel setzt Magenta eine klare Altersgrenze. Dienste, die nur ab einem Mindestalter geeignet sind, nennen die Bedingungen ausdrücklich: Teilnahme an Glücksspiel oder Wetten und sexuelle Inhalte. Sie dürfen nur Personen über 18 Jahren nutzen, und nur für den eigenen privaten Gebrauch.
Daran hängt eine Pflicht, die oft übersehen wird. Wer solche Dienste nutzt, muss sicherstellen, dass niemand außer ihm Zugriff hat, insbesondere keine Person unter 18 Jahren. Ein Handy, auf dem ein Casinokonto eingeloggt ist, gehört deshalb nicht in Kinderhände.
Die Bedingungen gelten für alle drei Marken von T-Mobile Austria. Die Übersicht zeigt, was für wen gilt.
- Magenta — Bedingungen: Nutzungsbedingungen Mobile Payment · Portal für die Sperre: mein.magenta.at
- Hi!Magenta — Bedingungen: dieselben Bedingungen · Portal für die Sperre: über Service Hotline
- S-Budget Mobile — Bedingungen: dieselben Bedingungen · Portal für die Sperre: mein.s-budget-mobile.at
Für Hi!Magenta nennen die Bedingungen kein eigenes Portal. Dort bleibt die Service Hotline als sicherer Weg, um eine Sperre zu setzen oder nach dem aktuellen Höchstbetrag Ihres Tarifs zu fragen.
Vertrag oder Wertkarte
Laut Magenta-Bedingungen funktioniert Mobile Payment mit beiden Tarifarten. Beim Vertrag kommt der Betrag mit der monatlichen Telefonrechnung, bei Prepay-Kunden wird er vom Guthaben der Wertkarte abgezogen.
Die gemeinsame Informationsseite von A1, Drei und Magenta formuliert vorsichtiger. Dort heißt es, dass Zahlen per Handyrechnung bei Prepaid-Tarifen in der Regel nicht funktioniert. Ob Ihre Wertkarte freigeschaltet ist, klären Sie daher mit dem Selbsttest auf zahlenperhandyrechnung.at oder bei der Hotline.
- Wann wird belastet? — Vertrag: mit der Monatsrechnung · Wertkarte: sofort vom Guthaben
- Was bremst zusätzlich? — Vertrag: nur die Höchstbeträge · Wertkarte: das vorhandene Guthaben
- Wo sehen Sie die Summe? — Vertrag: erst auf der Rechnung · Wertkarte: sofort im Guthabenstand
Aus Sicht der Kontrolle hat die Wertkarte einen Vorteil, falls sie bei Ihnen für Mobile Payment freigeschaltet ist. Ist das Guthaben weg, endet jede weitere Zahlung von selbst. Beim Vertrag sammeln sich kleine Beträge dagegen bis zum Rechnungstag.
Einzahlen mit zwei Kontrollpunkten
Die Einzahlung selbst dauert nur Sekunden. DIMOCO gibt für eine Carrier-Billing-Einzahlung auf seiner Plattform im Schnitt unter sieben Sekunden an. Gerade deshalb lohnt es sich, Kontrollpunkte vor und nach der Bestätigung einzubauen.
- Tragen Sie im Spielerkonto ein Einzahlungslimit ein, bevor Sie die Kasse öffnen.
- Wählen Sie in der Kasse die Handyrechnung oder Mobile Payment als Methode.
- Geben Sie Betrag und Magenta-Rufnummer ein.
- Prüfen Sie den Betrag auf der Bezahlseite, bevor Sie bestätigen.
- Bestätigen Sie per TAN aus der SMS oder auf der Bezahlseite des Netzes.
- Notieren Sie Datum und Betrag, bis die Rechnung oder der Guthabenverlauf sie zeigt.
Schritt 1 ist der wichtigste. Ein Limit im Spielerkonto greift unabhängig davon, was Magenta oder der Zahlungsdienst gerade zulassen. Schritt 6 hilft beim Monatsabgleich, den der Abschnitt zur Reklamation beschreibt.
Erscheint die Methode gar nicht, liegt das selten an Ihrem Anschluss. DIMOCO veröffentlicht keine Liste der Länder und Netze und verweist auf den Vertrieb: Die Abdeckung hängt vom Markt und vom Netzbetreiber ab.
Wenn die Methode streikt
Lehnt die Kasse eine Magenta-Zahlung ab, steckt oft eine der eigenen Schutzfunktionen dahinter. Die gemeinsame FAQ der Netzbetreiber nennt die häufigsten Gründe, und die meisten lassen sich in wenigen Minuten klären.
- Ablehnung beim ersten Versuch — Wahrscheinlicher Grund: Bezahldienst im Selfcare-Tool deaktiviert · Was Sie tun: Einstellung in Mein Magenta prüfen
- Firmenhandy — Wahrscheinlicher Grund: Arbeitgeber erlaubt keine Handyzahlung · Was Sie tun: IT-Administrator fragen
- Tarif oder Marke unpassend — Wahrscheinlicher Grund: nicht jeder Tarif unterstützt die Methode · Was Sie tun: bei der Service Hotline nachfragen
- Ablehnung nach mehreren Einzahlungen — Wahrscheinlicher Grund: Monats- oder persönliches Limit erreicht · Was Sie tun: bis zum nächsten Monat warten
- Code wird abgewiesen — Wahrscheinlicher Grund: TAN falsch oder zu spät eingegeben · Was Sie tun: Vorgang neu starten
Ein erreichtes Limit ist kein Fehler, sondern die Bremse, die der Dienst vorsieht. Wer an diesem Punkt auf eine andere Zahlungsart ausweicht, hebelt sie aus. Das ist ein guter Moment, die eigene Monatssumme zu prüfen.
Höchstbeträge pro Transaktion und Monat
Magenta selbst nennt in den Nutzungsbedingungen keine Zahl. Dort steht nur, dass seit Jänner 2018 für Drittanbieterzahlungen Höchstbeträge pro Transaktion und je Monat bestehen können. Für Details verweist Magenta auf die Service Hotline.
Konkrete Werte nennt die Initiative der drei Netzbetreiber, an der Magenta beteiligt ist: höchstens 50 € pro Kauf und 300 € im Monat. Je nach Tarif kann der Netzbetreiber niedrigere Limits setzen. Diese Werte entsprechen der Schwelle in § 3 Abs. 3 Z 12 ZaDiG 2018.
- Gesetz — Wer sie setzt: ZaDiG-Ausnahme für Netzbetreiber · Wert: 50 € pro Zahlung, 300 € pro Monat
- Netz — Wer sie setzt: Magenta je nach Tarif · Wert: gleich oder niedriger, Auskunft über Hotline
- Zahlungsdienst — Wer sie setzt: etwa DIMOCO mit Händler und Netz · Wert: laut DIMOCO typisch 50 € und 300 €
- Spielerkonto — Wer sie setzt: Sie selbst · Wert: frei wählbar
Eine Ausnahme ist das Agentenmodell nach § 22 ZaDiG. Rechnet ein Zahlungsinstitut über dieses Modell ab, entfällt laut Initiative die Grenze von 50 € pro Kauf, und der Netzbetreiber legt die Limits nach Bonität fest. Zeigt eine Casino-Kasse für die Handyzahlung mehr als 50 € an, ist das ein Hinweis darauf.
Für Ihre Planung heißt das: Verlassen Sie sich auf keine fremde Grenze. 300 € im Monat sind über das Jahr 3.600 €, und ein Agentenmodell kann darüber liegen.
Drittanbieterdienste sperren
Die stärkste Kontrolle ist die Sperre beim Netzbetreiber. Magenta-Kunden setzen sie im Selfcare-Portal mein.magenta.at, S-Budget-Kunden unter mein.s-budget-mobile.at, alternativ über die Service Hotline. Laut Initiative ist die Sperre kostenlos und sofort wirksam.
- Melden Sie sich in Mein Magenta oder im S-Budget-Portal an.
- Suchen Sie die Einstellungen für Drittanbieterdienste.
- Setzen Sie die Sperre und speichern Sie.
- Kündigen Sie Abos, die bisher über die Rechnung liefen, beim jeweiligen Anbieter oder stellen Sie dort die Zahlungsart um.
- Prüfen Sie mit einer kleinen Zahlung, ob die Kasse sie nun ablehnt.
Wie die Freischaltung und die Sperre bei allen Netzen im Detail ablaufen, beschreibt unser Ratgeber Handyzahlung freischalten oder sperren.
Ohne Sperre tragen Sie das Risiko. Laut Magenta haften Sie für die Entgeltforderungen, die Sie zu vertreten haben, wenn Sie keine Sperre veranlassen. Werden Zusatzdienste Dritten zugänglich gemacht und von ihnen genutzt, haften Sie ebenfalls, aus welchem Grund auch immer.
Die Sperre ist breit. Sie gilt für Drittanbieterdienste insgesamt, also auch für App-Käufe oder Streaming über die Rechnung. Wer nur das Casino bremsen will, kombiniert besser ein Limit im Spielerkonto mit der Selbstsperre beim Anbieter.
Schutzmechanismen von Netz und Gerät
Die Netzbetreiber setzen bei der Handyzahlung auf mehrere technische Sicherungen. Laut ihrer gemeinsamen Initiative muss eine Rufnummer verifiziert werden, bevor sie in einem digitalen Store als Zahlungsmittel hinterlegt wird. Viele Anbieter schicken vor dem Kauf zusätzlich eine TAN per SMS.
Auch die Händler werden geprüft. Anbieter, die Zahlen per Handyrechnung in Österreich anbieten wollen, prüfen die Netzbetreiber nach eigener Darstellung streng, damit alle Vorgaben eingehalten werden. Was diese Prüfung bei einem Casino mit ausländischer Lizenz umfasst, legt die Initiative nicht offen.
Der Rest liegt bei Ihnen. Die Initiative empfiehlt diese Vorkehrungen:
- Bildschirm nur per PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entsperren
- Passworteingabe in den App Stores aktivieren
- Autofill-Funktion bei Zahlungen ausschalten
- Software und Browser regelmäßig aktualisieren
- Bestätigungs-SMS und Rechnung jedes Mal kontrollieren
Bei Verdacht auf Missbrauch rät die Initiative, die Handyzahlung sofort beim Netzbetreiber zu sperren und den Händler zu kontaktieren. Viele Anbieter reagieren laut ihren FAQ kulant, einen Anspruch darauf gibt es aber nicht.
Jugendtarife und geteilte Handys
Für Nutzer unter 18 Jahren bietet T-Mobile Austria eigene Tarife an. Bei ihnen ist eine Sperre der Zahlungsfunktionen über die Mobilfunkrechnung schon voreingestellt, und zwar für Downloads und Abos, App Stores, Marktplätze und Spenden.
Schwieriger ist der Familienanschluss, den mehrere Personen nutzen. Hier greifen die Pflichten aus Punkt 3.1 der Bedingungen: Das Gerät ist mit Sperrcode, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung zu sichern. Käufe über Nutzerkonten wie Google, Apple oder Microsoft sind mit Passwort zu schützen.
| Lage | Passende Bremse |
|---|---|
| Kind mit eigenem Handy | Jugendtarif mit voreingestellter Sperre |
| Handy wird in der Familie geteilt | Drittanbietersperre und Gerätesperre |
| Erwachsener will kleine Beträge erlauben | Limit im Spielerkonto, Wertkarte falls freigeschaltet |
| Erwachsener will gar nicht mehr spielen | Drittanbietersperre und Selbstsperre im Casino |
Die Initiative rät außerdem, das Handy in der Nähe von Kindern oder Fremden nicht unbeaufsichtigt zu lassen oder die Zahlungsfunktion vorher zu sperren. Für Kinder- und Jugendschutz verweist sie direkt an den Netzbetreiber.
Wann das Casino Ihre Rufnummer sieht
Magenta beschreibt die Datenweitergabe bei Mobile Payment genau. Bis zur Zahlungsfreigabe gibt T-Mobile Austria Ihre Rufnummer nur anonymisiert an Dritte weiter. Erst wenn Sie den Zahlungsvorgang autorisiert haben, erhält der Drittanbieter die lesbare Nummer.
Danach ist der Drittanbieter für den Datenschutz verantwortlich, weil Sie mit dem Kauf dessen Geschäftsbedingungen akzeptieren. Kartennummer oder IBAN gibt die Handyzahlung nicht weiter. Für Auszahlungen verlangt das Casino diese Daten aber trotzdem, zusammen mit einem Ausweis.
Anders ist es bei Anrufen und SMS an Servicerufnummern oder Mehrwertdienste. Dort übermitteln Sie Ihre Rufnummer laut Magenta schon mit dem Anruf oder der SMS selbst an den Anbieter des Dienstes. Eine anonymisierte Vorstufe wie bei Mobile Payment gibt es in diesem Fall nicht.
Anonym ist die Handyzahlung also nur bis zur ersten Auszahlung. Wer wegen der Datensparsamkeit zur Handyrechnung greift, sollte das wissen.
Der Monatsabgleich in fünf Minuten
Wer per Vertrag einzahlt, sieht die Summe erst auf der Rechnung. Ein fester Termin für den Abgleich verhindert, dass sich Beträge unbemerkt aufbauen. So gehen Sie vor:
- Laden Sie die Rechnung aus Mein Magenta, sobald sie erscheint.
- Markieren Sie alle Drittanbieterpositionen und zählen Sie sie zusammen.
- Öffnen Sie im Spielerkonto den Transaktionsverlauf desselben Zeitraums.
- Vergleichen Sie Anzahl und Summe der Einzahlungen mit der Rechnung.
- Passen Sie das Limit im Spielerkonto an, wenn die Summe über Ihrem Plan liegt.
Abweichungen klären Sie zuerst mit dem Casino, denn Magenta verweist bei Forderungen von Drittanbietern an diese. Unbekannte Positionen, die zu keinem Ihrer Käufe passen, sind dagegen ein Grund für die sofortige Drittanbietersperre.
Der Abgleich hat einen zweiten Nutzen. Er zeigt, ob Sie die Handyzahlung so verwenden, wie sie gedacht ist: für kleine, überschaubare Beträge. Steigt die Summe Monat für Monat, ist das ein Signal, das Limit zu senken oder eine Pause einzulegen.
Reklamation: an wen Sie sich wenden
Bei Streit über eine Einzahlung ist zuerst das Casino zuständig. Magenta hält fest, dass Einwendungen gegen Forderungen von Drittanbietern grundsätzlich direkt beim Drittanbieter geltend zu machen sind. Auf diese Forderungen kann Magenta weder dem Grunde noch der Höhe nach unmittelbar Einfluss nehmen.
Für die Beweisführung brauchen Sie drei Unterlagen. Die Tabelle zeigt, wo Sie sie finden.
| Unterlage | Wo Sie sie finden |
|---|---|
| Bestätigung der Zahlung | SMS mit TAN oder Bestätigung |
| Belastung | Rechnung oder Guthabenverlauf bei Magenta |
| Gutschrift im Casino | Transaktionsverlauf im Spielerkonto |
Eine Regel zur Zahlungsreihenfolge sollten Sie kennen. Ihre Zahlungen an Magenta gelten vorrangig für Forderungen von T-Mobile Austria selbst, wenn Sie nichts beanstanden und nichts anderes widmen. Wer eine Drittanbieterposition bestreitet, sollte das deshalb ausdrücklich tun.
Bleibt eine Rechnung unbezahlt, hat das Folgen für den Dienst. Bei Zahlungsverzug behält sich Magenta vor, Zusatz- und Drittanbieterdienste zu sperren.
Gewinne gehen aufs Bankkonto
Mobile Payment ist ein Weg in eine Richtung. Die Magenta-Bedingungen regeln Zahlungsvorgänge für den Erwerb digitaler Inhalte, eine Auszahlung von Gewinnen auf die Rechnung kommt darin nicht vor. Für jede Auszahlung braucht das Casino eine andere Methode.
Für die Kontrolle ist die Überweisung auf Ihr eigenes Konto die beste Wahl. Liegen Gewinne erst auf dem Konto, sind sie aus dem Spielerkonto heraus und nicht mit einem Klick wieder eingesetzt. Achten Sie darauf, dass der Kontoinhaber mit dem Namen im Spielerkonto übereinstimmt.
Prüfen Sie vor der Registrierung, welche Auszahlungswege die Zahlungsbedingungen nennen und welche Dokumente das Casino verlangt. Ein Ausweis und ein Adressnachweis, früh hochgeladen, verkürzen die erste Auszahlung deutlich.
Lizenz, Strafe, Rückforderung
Glücksspiel ist in Österreich ein Monopol des Bundes, und die einzige Konzession für Online-Glücksspiel hält die Österreichische Lotterien GmbH für win2day.at. win2day nennt als Einzahlungswege Kreditkarte, EPS, PayPal, Paysafecard, Google Pay, Apple Pay und EuroBon, aber nicht die Handyrechnung.
Ein Casino mit Magenta-Zahlung hat daher eine ausländische Lizenz, die laut Finanzministerium nicht zum Angebot in Österreich berechtigt. Wer vom Inland aus teilnimmt, riskiert nach § 52 Abs. 5 GSpG eine Strafe bis 7.500 € bei Vorsatz, sonst bis 1.500 €. Auch Zahlungen über Mehrwert-SMS gelten laut BMF als Einsatz.
Die Kehrseite: Nach der Rechtsprechung des OGH sind solche Spielverträge nichtig, verlorene Einsätze lassen sich zurückfordern. Rechnungen mit den Drittanbieterpositionen und die Bestätigungs-SMS sind dafür brauchbare Belege. Bei vorenthaltenen Gewinnen sind rechtliche Schritte laut Finanzministerium dagegen kaum möglich.
Beratung bei Spielproblemen
Online-Glücksspiel ist Personen ab 18 Jahren vorbehalten. Wachsen die Einzahlungen über die Rechnung schneller als geplant, holen Sie sich Unterstützung. Zwei Stellen beraten kostenlos: die Spielsuchthilfe unter (01) 544 13 57, auf Wunsch anonym, und die Spielerschutz-Hotline der Österreichischen Lotterien unter 0800 202 304.
Technisch schließen Sie den Weg mit der Drittanbietersperre in Mein Magenta. Weitere Grenzen und Kontrollen für alle Zahlungswege fasst unser Überblick zu Grenzen und Sperren bei der Handyzahlung zusammen.
Fragen und Antworten
Gelten die Magenta-Bedingungen auch für Hi!Magenta und S-Budget Mobile?
Ja. T-Mobile Austria GmbH führt die Marken Magenta, Hi!Magenta und S-Budget Mobile unter denselben Nutzungsbedingungen für Mobile Payment. Für S-Budget Mobile gibt es ein eigenes Selfcare-Portal unter mein.s-budget-mobile.at, dort lässt sich die Drittanbietersperre setzen.
Was kostet ein Anruf oder eine SMS an eine 08xx-Servicenummer bei Magenta?
Laut Magenta-Bedingungen werden Anrufe und SMS zu Servicerufnummern im Bereich 08xx mit höchstens 0,20 € pro Minute oder pro Event verrechnet. Für Casinoeinzahlungen spielen diese Nummern keine Rolle, sie zählen aber zu den Drittanbieterdiensten, die eine Sperre mit erfasst.
Kann Magenta mein Mobile Payment ohne Vorwarnung abschalten?
Laut Nutzungsbedingungen bietet T-Mobile Austria die Drittanbieterdienste unverbindlich an und darf sie ohne Angabe von Gründen einstellen. Bei Zahlungsverzug behält sich Magenta vor, die weitere Nutzung von Drittanbieterdiensten zu verweigern und zu sperren.
Sieht Magenta, in welchem Casino ich eingezahlt habe?
Magenta rechnet die Zahlung als Inkasso im Namen des Drittanbieters ab, die Position erscheint auf der Rechnung oder im Guthabenverlauf. Welche Angaben dort genau stehen, regeln die Bedingungen nicht im Detail. Ihre Rufnummer geht laut Magenta erst nach der Zahlungsfreigabe lesbar an den Drittanbieter.
Hilft mir Magenta, wenn ein Casino meine Einzahlung nicht gutschreibt?
Nur eingeschränkt. Einwendungen gegen Forderungen von Drittanbietern sind laut Magenta grundsätzlich direkt beim Drittanbieter geltend zu machen, auf dessen Forderung hat Magenta keinen unmittelbaren Einfluss. Wenden Sie sich zuerst an den Kundendienst des Casinos und heben Sie die Bestätigungs-SMS auf.
Muss ich für Mobile Payment bei Magenta etwas aktivieren?
Eine eigene Anmeldung ist laut Initiative der Netzbetreiber nicht nötig, sensible Daten müssen Sie nicht hinterlegen. Ist der Dienst deaktiviert, etwa durch eine Drittanbietersperre oder einen Jugendtarif, heben Sie die Sperre in Mein Magenta oder über die Service Hotline auf. Ob Ihre Nummer freigeschaltet ist, zeigt der Selbsttest auf zahlenperhandyrechnung.at.
Quellen
- T-Mobile Austria, Nutzungsbedingungen Mobile Payment
- Initiative Zahlen per Handyrechnung, FAQ
- Initiative Zahlen per Handyrechnung, FAQ für Händler
- Initiative Zahlen per Handyrechnung, Sicherheit
- Initiative Zahlen per Handyrechnung, So funktioniert's
- DIMOCO, Carrier Billing
- DIMOCO, iGaming & Betting
- ZaDiG 2018, § 3
- Glücksspielgesetz, § 52
- BMF, FAQ Glücksspielmonopol
- BMF, Konzessionäre und Ausspielbewilligte
- OGH, Rechtssatz RS0102178
- win2day, Einzahlung
- Spielsuchthilfe
- Österreichische Lotterien, Spielerschutz